Weinverkaufsraum Max Müller I Volkach


So konnte ein großer Raum für den Weinverkauf, die Präsentation und die Büronutzung entstehen. Die neuen Möbel wurden entlang der Außenwände des Raumes konzipiert. Jedem Möbel sind mehrere Funktionen zugeordnet. Sie sind als Sitz-, Präsentations-, Lager-, Verstau- und Büromöbel multifunktional nutzbar. Die neue lange Theke, der Mittelpunkt des Raumes, nimmt die Funktionen Verkosten, Verkaufen und Büroarbeit auf. Alle Möbel und Einbaumöbel wurden auf die Bedürfnisse der Winzerfamilie hin entworfen und gebaut.Die Glasscheibe dient der subtilen Abtrennung zwischen Büroarbeitsplatz und Weinverkauf.

Das Haus und das Weingut stehen sinnbildlich für Tradition und somit auch für Erfahrung und Qualität. „Der neue Verkaufsraum zeigt die Entwicklung nach Außen“, meinen Rainer und Monika Müller.

 

Materialien
Regional typische Materialien wurden verwendet. Eiche für die Theke und den Präsentationsbereich. Für den Bodenbelag ein Krensheimer Muschelkalk, der Stein auf dem der Wein in dieser Region wächst. Wände und Decken sind weiß gestrichen. Alle weiteren Möbel und Einbaumöbel sind weiß lackiert. Der neutrale Hintergrund dient zum einen der Hervorhebung
des Weins, dem eigentlichen Verkaufsprodukt, und sorgt zum anderen für mehr Licht und  Helligkeit im Raum.

 

Das Ornament
Ausgangspunkt der Arbeit ist die historische Stuckdecke in den Obergeschoßräumen des  Hauses. Der Ansatz lag darin, den vorhandenen Stuck neu zu interpretieren. Markante Elemente  der historischen Decke wurden fotografiert und mit der Schere ausgeschnitten. Die neuen Elemente sind geradlinig und reduzieren bewusst die fein gearbeiteten historischen  Stuckornamente. Die neue Form arbeitet nicht mit der Symmetrie, sondern mit Transparenz und Verdichtung. Die einzelnen Elemente wurden mehrere Millimeter tief in die Glasflächen eingestrahlt. Die Kanten wirken über die Lichtbrechung wieder dreidimensional, wie das historische Stuckornament an der Decke des Obergeschosses. Die Arbeit als Wechsel zwischen Zwei- und Dreidimensionalität, zwischen Figurativen und Abstrakten, zwischen Tradition und Moderne findet hier ihren Abschluss.

Projektdaten


Bauherr
Rainer und Monika Müller


Standort
Hauptstraße 46
97332 Volkach


Mitarbeit
Stefan Schlicht


Kunst
Mag. art. Blagovesta
Bakardjieva, Dipl. Des.
(FH), Mag. art. Marcel
Neundörfer, Wien


Nutzfläche  80m²

 

Fertigstellung  April 2008


Fotograf
Stefan Meyer, Berlin

 

 

 

 
  • bilder/227_MaxMueller_01_0.jpg
  • bilder/227_MaxMueller_02.jpg
  • bilder/227_MaxMueller_03.jpg
  • bilder/227_MaxMueller_03-3.jpg
  • bilder/227_MaxMueller_04.jpg
  • bilder/227_MaxMueller_05.jpg
  • bilder/227_MaxMueller_06_0.jpg
  • bilder/227_MaxMueller_07.jpg

Weinverkaufsraum Max Müller I Volkach


Architekturpreis Wein 2010 der Architektenkammer Rheinland- Pfalz

Auszeichnung BDA- Preis "Gute Bauten in Franken" 2008

Ausstellung "Wein baut"- Architektur und Wein in Franken 2009;
Architektouren 2009
„Fernweh, Toleranz, offen für Neues und doch verwurzelt mit den Ursprüngen.“ Das ist das Motto von Rainer und Monika Müller.
Die neue Vinothek sollte „Anders werden, vor allen Dingen heller“ und die neuen Bedürfnisse, das Büro zu integrieren und den Weinverkauf zu vergrößern, sollten erfüllt werden.
So wurden im denkmalgeschützten
Anwesen aus dem 17. Jhdt. in Absprache mit der Denkmalschutz-
behörde, die kleinteiligen Räume des bestehenden Weinverkaufsraumes rückgebaut. Abgehängte Decken und nachträglich eingebaute Wände wurden entfernt.
mehr...